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GV 2003
 

PROTOKOLL zur 9. ordentlichen Generalversammlung 2003
GENOSSENSCHAFT ROSSBERG
Vom: 21. Juni 2003
Ort: Gasthaus Rossberg

1. Begrüssung, Genehmigung der Traktandenliste

Der Präsident, Forrer Urs, eröffnet um 16.05 Uhr die 9. ordentliche Generalversammlung der Genossenschaft Rossberg und begrüsst alle Anwesenden. Der ganze Vorstand wird der Generalversammlung vorgestellt. Die Einladung zur Generalversammlung wurde termingerecht versandt. Anträge sind keine eingegangen, somit entfällt Traktandum 10.

2. Präsenzliste

Laut Präsenzliste sind 72 Genossenschafter, der Vorstand sowie 3 Gäste anwesend.

3. Wahl der Stimmenzähler

Einstimmig angenommen werden Vreni Stössel und Reto à Porta

4. Protokoll der GV 2002

Das Protokoll der 8. ordentlichen Generalversammlung wurde allen Genossenschaftern zugestellt. Von Seiten der Versammlung hat es keine Einwände.

Der Präsident verlangt folgenden Nachtrag unter Traktandum 10;
Die Pächterfamilie A. & E. Fässler haben an der GV 2002 den Apero offeriert, diese wird nachträglich verdankt!

Das Protokoll wird einstimmig genehmigt.

5. Jahresbericht des Präsidenten

Sehr geehrte Genossenschaftlerinnen
Sehr geehrte Genossenschafter und Gäste

Auch das vergangene Jahr war für mich als Präsident eher ein ruhiges Jahr. In 5 Vorstandssitzungen konnten alle Themen und Probleme behandelt und meistens auch gelöst werden. Damit Sie meinen Ausführungen besser folgen können, habe ich meinen Bericht wiederum in verschiedene Themen unterteilt.

Wegrecht Rossbergstrasse

Das Thema Wegrecht hat sich für die Genossenschaft erledigt, wir haben uns mit der Korporation Wollerau geeinigt und leisten nun jährlich einen Pauschalbetrag von 650.- an den Strassenunterhalt. Der Unterhalt beinhaltet die Pflege der Strasse, die Schneeräumung ist nicht eingeschlossen, diese muss weiterhin vom Wirt in Zusammenarbeit mit seinen Nachbarn erledigt werden.
Im Wissen das nicht alle Rossberger mit unserem Entscheid einverstanden sind, möchte ich darauf hinweisen, dass die Genossenschaft als Besitzerin des Gasthauses, vor allem im Interesse des Wirtes eine Lösung finden musste. Ohne eine gesicherte Zufahrt kann der Wirt auf dem Rossberg nicht überleben, gerade unter der Woche oder an regnerischen Tagen ist er auf die motorisierten Gäste angewiesen.
Die Fahrverbotsregelung bleibt bestehen, weiterhin ist von Montag bis Freitag freie Fahrt, am Samstag und Sonntag besteht zwischen 10 – 17 Uhr ein Fahrverbot. Wie mir der Wirt mehrfach bestätigte, ist diese Regelung für ihn in Ordnung, er ist auch der Meinung, dass am Wochenende eine Einschränkung im Interesse der vielen Wanderer ist.

Bauetappen

Da beim Sturm Lothar der Schopf arg in Mitleidenschaft gezogen wurde, musste dieser dringend saniert werden. Unter der Führung von meinem Vorstandskollegen Hansruedi Föllmi, der die Planung und Bauleitung übernahm, entstand ein „Super - Schopf“, der vor allem im Winter für den Wirt sehr wichtig ist.
Für den Bau wurden über 900 Stunden Fronarbeit geleistet, wovon alleine Hansruedi die Hälfte davon leistete, ohne diese Fronarbeit hätten wir den Schopf nie und nimmer sanieren können. Um aufzugeigen was die Helfer geleistet haben, sei hier erwähnt, dass eine Kostenschätzung vom Architekten, eine Bausumme von cirka 100'000.- ergeben hat. Die tatsächlichen Kosten belaufen sich jedoch nur auf cirka 45'000.-, dies sind hauptsächlich Materialkosten, wovon die Garagentoren einen grossen Anteil ausmachen. Auch erwähnen möchte ich die diversen Handwerker, die für ihre Leistungen keine Rechnung stellten. Die 45'000.- wurden wie folgt finanziert; 15'000.- Versicherung, 18'000.- durch die Spendenaktion und die restlichen 12'000.- zu der Lasten der Jahresrechung. Ich danke allen Helfern und Unternehmen für die geleistete Arbeit.
Als dank an die vielen Helfern haben wir Ende Oktober ein Aufrichtfest im bescheidenen Rahmen gefeiert, es war ein gelungener Abend, bei dem ich schnell merkte, mit wie viel Freude und Begeisterung alle mitgeholfen haben. Alle können auf Ihre Leistung stolz sein, ich als 45-jähriger Teenager musste schnell erkennen, dass die Helfer, die meisten pensioniert, was die körperliche Arbeit angeht, mir um Längen überlegen waren. An einem Samstag wurden 10-Tonnen Beton verbaut, nicht etwa mit Maschinen, nein mit barer Muskelkraft, meine Arme wurden mit jeder „Garete“ ein paar Zentimeter länger und meine Pausenabstände wurden kürzer, die alten „Cracks“,das meine ich als Kompliment, spulten ihr Pensum aber ohne Pausen ab. Hut ab, ich habe von den „älteren Cracks“ eine grosse Achtung und zolle ihnen Respekt.

Bitte liebe Genossenschafter bedanken Sie sich mit einem kräftigen Applaus bei den vielen Helfern!

Neue Mitglieder 2002

Im Jahr 2002 traten 14 Personen der Genossenschaft bei. Man kann beobachten, dass in den vergangenen Jahren die Neueintritte immer im gleichen Rahmen waren, somit gehe ich davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzen wird. Da wir alle Sanierungen mit Eigenkapital finanzieren wollen und müssen, sind wir deshalb dringend auf Neumitglieder angewiesen. Mit einem Mitgliederbestand von 533 per Ende 2002 wird die Suche immer schwieriger, deshalb möchte ich auch heute an Sie appellieren, helfen Sie mit, machen Sie unter Freunden und Bekannten Werbung für die Genossenschaft, oder vielleicht haben Sie noch ein Familienmitglied das Mitglied werden könnte.

Neue Vorstandskollegen

Da der Vorstand zurzeit aus nur 5 Mitgliedern besteht, haben wir immer wieder versucht diesen aufzustocken, leider haben alle von uns gefragten Leute nein gesagt. Es macht mir für die Zukunft ein bisschen Angst, dass es nicht möglich ist, Leute für unsere Sache zu begeistern, zumal der Zeitaufwand, wenn man die Bauerei einmal ausklammert, sich auf 4-7 Sitzungen pro Jahr beschränkt. Da die meisten der aktiven Vorstandsmitglieder schon mehrere Jahre dabei sind, ist es nur eine Frage der Zeit, bis dieses Thema sich zu einem Problem entwickeln kann. Die Anforderungen die wir an neue Kollegen stellen sind, Teamfähig, kameradschaftlich, diskussionsfähig und wenn möglich vom Alter her zwischen 30 und 50 Jahre, damit der Vorstand auch etwas verjüngt wird. Meine Frage an sie liebe Genossenschafter, haben sie, oder vielleicht kennen sie jemanden, Lust bei den nächsten Aufgaben Mitahnzupacken, dann melden sie sich am Anschluss an die GV bei mir. Vielen Dank!

Wirtsfamilie

Das ist mein absolutes Lieblingsthema, was Alois und Elisabeth zusammen mit Ihrem Personal im vergangenen Jahr wiederum geleistet haben, ist für mich einfach sensationell. Wann immer man auf den Rossberg kommt, die Gaststube ist von Gästen besetzt. Schon öfters, wenn es im Tal unten regnete, machte ich mich mit dem Vorsatz auf den Weg, ein bisschen mit ihnen zu Plaudern und den Puls zu fühlen, leider, oder besser gesagt Gott sei Dank, hatten sie für einen neugierigen Präsidenten nie Zeit, denn was ist wichtiger, der Präsident oder die lieben Gäste in der Gaststube. Ich werde von zufriedenen Gästen immer wieder darauf angesprochen wie super die Küche ist und wie herzlich und mit wie viel Liebe man empfangen wird, gerade das freut mich ausserordentlich, den das ist einzig und alleine der Verdienst von Alois und Elisabeth und ihren Mitarbeiterinnen. Wir als Verwaltung können nur das bestmögliche Umfeld schaffen, „Chrampfen“ müssen Alois und Elisabeth.

Juni 2003
Der Präsident

Der Jahresbericht wird mit Applaus verabschiedet!

6. Abnahme der Rechnung

Bilanz und Betriebsrechnung für das Jahr 2002 sowie das Budget 2003 wurde allen Genossenschaftern zugestellt.

Trudy Limacher erläutert die Rechnung 2002. Keine Fragen aus dem Publikum.

Kontrollbericht

Als unabhängige Kontrollstelle Ihrer Genossenschaft haben wir die von der Verwaltung erstellte Jahresrechnung sowie die Geschäftsführung für das am 31. Dezember 2001 abgeschlossene Geschäftsjahr im Sinne der gesetzlichen Vorschriften geprüft. Unsere Prüfung erfolgte nach anerkannten Grundsätzen des Berufsstandes.

Aufgrund unserer Prüfung stellten wir fest, das

die Bilanz und die Erfolgsrechnung mit der Buchhaltung übereinstimmen
die Buchhaltung ordnungsgemäss geführt ist
bei der Darstellung der Vermögenslage und des Geschäftsergebnisses die gesetzlichen Bewertungsgrundsätze sowie die Vorschriften der Statuten eingehalten sind
die Geschäftsführung den Aufgaben entsprechend organisiert und die Voraussetzung für eine gesetzes- und statutenkonforme Geschäftsführung gegeben sind.

Wir empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen.

Schindellegi, 2. April 2003:
Die Kontrollstelle, Heinz Huber und Beatrice Bachmann.

7. Entlastung der Verwaltung

Die Rechnung 2002 wird einstimmig angenommen.

8. Wahl des Präsidenten

Der Präsident stellt sich für weitere 2 Jahre zur Verfügung.
Die Versammlung stimmt dem mit einem Applaus zu.

9. Wahlen

Im Vorstand stellen sich Margrit Späni und Trudy Limacher für weitere 2 Jahre zur Verfügung. Sie werden mit einem grossen Applaus gewählt.
Beatrice Bachmann als Rechnungsprüferin muss ebenfalls für eine weitere Amtsperiode von 2 Jahren gewählt werden, auch diese Wahl wird mit Applaus bestätigt.

10. Anträge

Anträge sind keine eingegangen.

11. Diverses

Der Präsident bittet um Wortmeldungen;

Reto à Porta meldet sich zu Wort, er ist der Meinung, dass für die Wahl zukünftigen Vorstands­mitglieder keiner Altersgrenze zu setzen sei, zumal in der Vergangenheit vor allem ältere Mitglieder beim Bauen mitgeholfen haben. Zur Freude aller Anwesende gibt Reto bekannt, dass auch seine Partnerin Angelika der Genossenschaft beitreten werde. Der Präsident freut sich über das Neumitglied und er versichert Reto, dass die Altergrenze nicht stur eingehalten werde. Sonst keine Wortmeldungen!

Der Präsident führt aus, dass die Jahresrechnung, die in den vergangenen Jahren wiederholt mit einem Verlust abschloss, den Vorstand nicht befriedigt. Dieser Verlust sei zwar kein Beinbruch, da dieser nur wegen den Abschreibungen entstehe, da der gesamte Verlustvortrag jedoch jedes Jahr anwachse, müsse man sich einen Kapitalschnitt überlegen. Der Vorstand wird die Liegenschaft von neutraler Stelle schätzen lassen und daraus für die nächste GV ihre Schlüsse ziehen.

Der Präsident bittet um Wortmeldungen.
Reto à Porta meldet sich zu Wort, er ist der Überzeugung, dass ein Kapitalschnitt, wenn nötig, vollzogen werden sollte. Zudem meint er, dass alle Genossenschafter wissen, dass das eingezahlte Kapital nur einen Idealisten Wert habe.

Franz Stössel meint, das die steuerlichen Aspekte auch berücksichtigt werden müssen.

Der Präsident dankt allen Helfern, die es ermöglicht haben, den Schopf zu sanieren, dies sind;
Bachmann Hansruedi, Boxler Ruedi, Föllmi Armin und seinen Arbeitskollegen, Föllmi Bruno, Föllmi Theodor, Horat Beat, Horat Josef, Kaufmann Fredy, Kuriger Martin, Landolt Meinrad, Nauer Andi, Schuler Josef, Suter Franz!

Weiter dankt er allen Firmen, die die Genossenschaft im abgelaufenen Jahr unterstützt haben;
Kälin Pius, Spenglerei, Trachslau, Gantner Martin, Betonfräsen, Bennau
Leuthold Adrian, Bauunternehmung, Richterswil, Schnüriger Storen, Schindellegi
Theiler Paul, Muldenservice, Schindellegi, Biberbau AG, Fensterfabrik, Bennau
Leuthold Ruedi, Maurer- & Betonarbeiten, Schindellegi, Höfliger Anton, Dachdecker, Feusisberg, Bürgi Edgar, Bauunternehmung, Feusisberg, Zellweger Adolf, Gartenbau, Wädenswil, Föllmi GmbH, Schreinerei, Schindellegi
und allen Helfern und Firmen die er nicht namentlich erwähnt hat.

Hansruedi Föllmi, der Planer und Bauführer der Schopfsanierung, wird vom Präsidenten mit einem Gutschein für einen Ju-Flug für 2 Personen überrascht. Selbstverständlich wird die Tante-Ju über den Rossberg fliegen, damit Hansruedi sein Werk einmal von oben sehen kann. Hansruedi Föllmi zeigt sich von diesem Geschenk überrascht und bedankt sich beim Präsidenten und allen Helfern.

Hansruedi Föllmi lässt das vergangene „Bau-Jahr“ Revue passieren und verweist ins besonderes auf die Kameradschaft und den Einsatz der vielen Helfer! Er ist überzeugt, dass er auch in Zukunft mit den Helfern rechnen kann. Er bedankt sich bei allen Helfern und Firmen für die geleistete Arbeit.

Der Präsident erklärt, dass nach der Fertigstellung des Schopfes ein „Baustopp“ eingelegt wird, damit zuerst genügend Geld für die restlichen Sanierungen gesammelt werden kann. Wenn möglich werde bis zur nächsten GV die Bauerei abgeschlossen.

Die nächste Generalversammlung findet zwischen dem 25. & 27.6.03 statt und soll in einen etwas anderen Rahmen stattfinden, damit das 10-jährige Jubiläum gebührend gefeiert werden kann. Einige Anwesende sind über die Verschiebung nicht erfreut, der Präsident erklärt, der Vorstand werde sich über das Datum nochmals Gedanken machen.

Der Präsident bedankt sich zum Abschluss bei:

Alois & Elisabeth für das gute Essen und der freundlichen Bedienung und überreicht Elisabeth und Nadine Müller als Vertreterin des Personals je einen Blumenstrauss.

Bei der Firma Leuthold Mechanik AG aus Samstagern für das gesponserte Nachtessen.

Bei der Familie Josef Theiler für die zur Verfügungsstellung der Beschallungsanlage.

Und bei allen Anwesenden für ihr Erscheinen und wünscht allen einen schönen Abend und für die Zeit bis zur nächsten GV alles Gute und vor allem Gesundheit.

Um 17.15 Uhr schliesst der Präsident die 9. ordentliche Generalversammlung.

Schindellegi, 22. Juni 2003