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GV 2000
 

PROTOKOLL zur 6. ordentlichen Generalversammlung 2000
GENOSSENSCHAFT ROSSBERG
Vom: 17. Juni 2000
Ort: Gasthaus Rossberg

Anwesend: Vorstand
Forrer Urs Präsident
Föllmi Hansruedi Vizepräsident
Limacher Trudy Kassier
Horat Annemarie Aktuar
Späni Margrit Beisitzer
Pfeiffer Erich Beisitzer

Kontrollstelle:
Bachmann Beatrice
Huber Heinz

Weitere Anwesende:
91 Genossenschafter laut Präsenzliste
sowie 12 Nicht-Mitglieder

1. Begrüssung, Genehmigung der Traktandenliste

Der Präsident, Forrer Urs, eröffnet um 20.05 Uhr die 6. ordentliche Generalversammlung der Genossenschaft Rossberg und begrüsst alle Anwesenden. Im speziellen die Anwesenden Behördenmitglieder.

Die Traktandenliste wird ohne Einwand genehmigt.

2. Präsenzliste

Laut Präsenzliste sind 91 Genossenschafter inkl. Vorstand sowie 12 Nicht-Mitglieder anwesend.

3. Wahl der Stimmenzähler

Einstimmig angenommen werden Barmettler Josef, Schmid Godi sowie Stocker Hans.

4. Protokoll der GV 1999

Das Protokoll der 5. ordentlichen Generalversammlung wurde allen Genossenschaftern zugestellt. Das Protokoll wird einstimmig genehmigt

5. Jahresbericht des Präsidenten

Ich möchte Ihnen mit meinem Jahresbericht die Aktivitäten der Genossenschaft kurz erläutern. Damit Sie meinen Ausführungen besser folgen können, habe ich diese in die Punkte Bau, Kinderspielplatz, Neue Genossenschafter, Wirtewechsel, Sturm Lothar sowie Wegrecht unterteilt. Sollten Sie fragen haben, möchte ich Sie bitten, diese unter dem Traktandum "Diverses" zu stellen.

Bauetappen

Das Jahr 1999 begann mit einem unverhofften Baueinsatz, das Flachdach über dem Restaurant musste erneuert werden. Das Dach hatte zu viele Schwachstellen, die schlechte Isolation veranlasste uns, von einer notdürftigen Sanierung abzusehen.

Nach dem Abbruch des Grillraumes wurde die neue Terrasse erstellt und die Umgebungsarbeiten für den Kinderspielplatz ausgeführt. Da nach Beendigung der Arbeiten bereits der Winter vor der Türe stand, entschieden wir uns, den Kinderspielplatz erst im Frühling zu realisieren.
Die Fassade Ost (Richtung Schiessstand) wurde wegen der mangelhaften Isolation ebenfalls erneuert.

Somit wurden 1999 rund 96000.- für die 3. Etappe, Anbau der Terrasse und 32000.- für die 4. Etappe, Flachdach Restaurant & Fassade Schiessstand ausgegeben. Damit all diese Investitionen getätigt werden konnten, wurde die Hypothek um 15000.- auf die von der Generalversammlung bewilligte Höchstverschuldung von 580000.- erhöht, die restlichen 113000.- wurden mit Eigenkapital finanziert. Es ist sehr erfreulich, dass uns die ausserplanmässigen Kosten der 4. Etappe, immerhin eine Summe von 32000.- nicht in finanzielle Bedrängnis brachten.

Aktion Kinderspielplatz
Zuerst möchte ich mich im Namen aller Kinder, den diese haben mit Sicherheit die grösste Freude am Spielplatz, bei allen Gönnern recht herzlich bedanken, sie machten die Aktion mit einem Erlös von 19592.30 zu einem tollen Erfolg. Mit ihrer Unterstützung konnte der gesamte Spielplatz ohne Genossenschaftskapital finanziert werden. Ein ganz besonderer Dank gebührt den 5 Schwerarbeitern, Hansruedi Föllmi, Erich Pfeiffer, Werner Zürcher, Fredi Horat und Bruno Rau, die in den vergangenen Wochen den Spielplatz in Fronarbeit erstellt haben. Den Gönnern und Schwerarbeiter danken wir mit einem kräftigen Applaus.

Ich bin überzeugt, dass dank dem Spielplatz noch mehr Familien den Weg auf den Rossberg unter die Füsse nehmen werden.

Neue Mitglieder 1999

Im vergangenen Jahr haben wir total 28000.- in Form von Anteilscheinkapital eingenommen. Wie ich schon in den vergangenen Jahren immer wieder betont habe, wird es für uns immer schwieriger, neue Mitglieder zu gewinnen. Per 31.12.1999 zählte die Genossenschaft 493 Mitglieder, was eine Zunahme von 25 ergibt. Ich schätze, dass in den kommenden Jahren mit durchschnittlich 10-20 Neumitglieder pro Jahr gerechnet werden kann. Ich danke allen Neumitglieder für das entgegengebrachte Vertrauen und die damit verbundene finanzielle Unterstützung und wünsche Ihnen viele schöne Stunden auf dem Rossberg.

Wirtewechsel

Im August 1999 haben uns Brigitte & Hans mitgeteilt, das sie den 5-Jahres-Vertrag, der am 31.12.2000 ausläuft nicht verlängern werden. Laut Aussagen der Beiden gibt es mehrere Gründe die Sie zu diesem Entschluss bewegt haben, ich möchte an dieser Stelle nicht näher darauf eingehen.

Ich danke Brigitte & Hans für die geleistete Aufbauarbeit, für die stets freundschaftliche Zusammenarbeit und wünsche Ihnen für die Zukunft nur das Beste.
Wie wir Ihnen in der Einladung zur heutigen GV geschrieben haben, konnten wir in der Zwischenzeit den Vertrag mit dem neuen Wirt unterzeichnen. Es freut uns, dass wir mit Alois & Elisabeth Fässler aus Schindellegi, wiederum das Glück hatten, jemanden aus der Umgebung für die Aufgabe zu gewinnen. Wir sind überzeugt, dass die Beiden, zusammen mit Ihren Kindern Daniela und Ueli den Rossberg sehr gut führen werden. Ich wünsche der Familie Fässler für Ihre neue Herausforderung im Namen aller Rossbergfreunde alles Gute.

Sturm Lothar

Am 26.12.1999 herrschte während dem Sturm "Lothar" Weltuntergangsstimmung auf dem Rossberg, laut Aussagen von Brigitte & Hans zitterte das ganze Haus und die Lampenschirme bewegten sich wie auf stürmischer See hin und her. Man muss dankbar sein, dass der Sturm nur die Firstziegel und die darunter liegende Dachkonstruktion zerstörte und nicht das ganze Dach wegriss. Weitere Schäden sieht man noch heute am Schopf, die Rückwand wurde durch den Sturm einfach umgedrückt. Bis heute konnten noch nicht alle Schäden geflickt werden, da wir für den Schopf noch nach einer geeigneten Lösung suchen, und die Wasserschäden in der Wohnung beim Wirtewechsel beheben werden.

Wegrecht Rossbergstrasse

Somit komme ich zu meinem ultimativen Lieblingsthema!
Die Korporation und die Anwohner beschäftigen sich seid 1985 mit diesem Thema, die Genossenschaft Rossberg ist seid 1994 mit dieser Sache konfrontiert und trotzdem konnte in dieser langen Zeit keine Einigung erzielt werden.

Die Meinungsverschiedenheiten betreffen die Friesischwandstrasse, das ist das Teilstück Areal Fuchs bis Reservoir, auf dem gemäss Korporation niemand ein Wegrecht besitzt. Ab Reservoir bis auf den Rossberg haben alle Liegenschaftsbesitzer und deren Besucher das uneingeschränkte Weg- und Fahrrecht.
Die Korporation hat uns in diesem Frühling folgenden Vorschlag unterbreitet;

Alle Liegenschaftsbesitzer können das Wegrecht für einen einmaligen Betrag 3000.- pro Partei kaufen und beteiligen sich mit einer jährlichen Pauschale von 500.- bis 600.- an den Unterhaltskosten. Da der Vorstand die Meinung vertritt, dass dieses Thema ein für allemal vom Tisch muss, stimmte der Vorstand dieser Regelung unter folgenden Bedingungen zu.

Ich lese Ihnen aus dem Sitzungsprotokoll vom 22.3.2000 den Wortlaut vor;

Urs Forrer macht im Namen der Genossenschaft Rossberg folgenden Vorschlag: Sie sind bereit, Fr. 3'000.— für die Dienstbarkeit zu zahlen, ebenfalls wie beschrieben, eine jährliche Pauschale von Fr. 600.— für den Unterhalt. Er bedingt sich aber aufgrund der Liquidität eine Zahlungsfrist bis 31.12.2001 aus. Bedingung für den Abschluss ist zudem, dass das Fahrverbot, bzw. die Beschränkung auf das Wochenende, klar und deutlich ausgeschildert wird, zudem müsse das missverständliche Fahrverbotsschild, welches sich auf das Areal Fuchs bezieht, entfernt oder besser platziert werden.

Ich hoffe das in 2 bis 3 Monaten das Thema Wegrecht der Vergangenheit angehören wird. Was passieren wird, wenn nicht alle Rossberger der Vereinbarung zustimmen werden, weiss ich auch nicht, ist es doch schwer vorstellbar, dass die Einen das Wegrecht besitzen und die Anderen nicht.

Ich habe mit meinem Jahresbericht versucht, Ihnen das Geschehen auf dem Rossberg näher zu bringen und möchte Sie bitte Ihre Fragen unter dem Traktandum Diverses zu stellen.

Vizepräsident, Föllmi Hansruedi, dankt Forrer Urs für den ausführlichen Jahresbericht und die geleistete Arbeit.

6. Abnahme der Rechnung

Bilanz und Betriebsrechnung für das Jahr 1999 sowie das Budget 2000 wurde allen Genossenschaftern aufgelegt.

Kontrollbericht

Als unabhängige Kontrollstelle Ihrer Genossenschaft haben wir die von der Verwaltung erstellte Jahresrechnung sowie die Geschäftsführung für das am 31. Dezember 1999 abgeschlossene Geschäftsjahr im Sinne der gesetzlichen Vorschriften geprüft. Unsere Prüfung erfolgte nach anerkannten Grundsätzen des Berufsstandes.

Aufgrund unserer Prüfung stellten wir fest, dass
die Bilanz und die Betriebsrechnung mit der Buchhaltung übereinstimmen
die Buchhaltung ordnungsgemäss geführt ist
bei der Darstellung der Vermögenslage und des Geschäftsergebnisses die gesetzlichen Bewertungsgrundsätze sowie
die Vorschriften der Statuten eingehalten sind
die Geschäftsführung den Aufgaben entsprechend organisiert und die Voraussetzung für eine gesetzes- &
statutenkonforme Geschäftsführung gegeben sind.

Wir empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen.

Schindellegi, 29. Mai 2000 Die Kontrollstelle, Heinz Huber und Beatrice Bachmann.

7. Entlastung der Verwaltung

Die Rechnung 1999 wird einstimmig angenommen.

8. Statutenänderung Artikel 15

Neuer Text;

Die Generalversammlung bestellt für die Dauer von zwei Jahren eine aus mindestens 5 maximal 9 Mitglieder bestehende Verwaltung und..

Alter Text:

Die Generalversammlung bestellt auf die Dauer von zwei Jahren eine aus mindestens 7 Mitgliedern bestehende Verwaltung und...

Die Generalversammlung befürwortet die Statutenänderung einstimmig.

9. Wahlen

Götschi Hans gibt seinen Rücktritt bekannt. Laut Statutenänderung muss kein neues Vorstandsmitglied gesucht werden. Folgende Personen sind zur Wahl

Aktuarin, Horat Annemarie, Beisitzer, Pfeiffer Erich und Kontrollstelle, Huber Heinz.

Alle werden einstimmig für eine weitere Amtsdauer gewählt.

10. Bauvorhaben

Es ist keine weitere Verschuldung mehr möglich. Für weitere bauliche Vorhaben müssen zuerst Anteilscheine gezeichnet werden.

Das ganz Dach, bzw. die Isolation müsste am ganzen Dach neu gemacht werden.

Der Schopf wird nach der Kostengutsprache von der Versicherung instand gestellt. Ev. ein Unterstand für den Pflug oder Autos.

11. Verschiedenes

Anträge sind keine eingegangen.

Folgende Ergänzung hat Forrer Urs.

Wirtewechsel

Das heutige Wirtepaar wollte den Vertrag, welcher Ende Dez 2000 ausläuft nicht mehr verlängern. Mit Bedauern musste dies der Vorstand entgegennehmen.

Das Restaurant wird die letzte Oktober Woche sowie den ganze November geschlossen beleiben. In dieser Zeit werden kleinere Renovierungsarbeiten im Innern gemacht.

Wiedereröffnung wird voraussichtlich der 1.12.2000 sein.

Der neue Mietvertrag beginnt am 1.12.2000 und dauert bis 30.4.2005.

Neumitglieder

Die Mitgliederzahl von 500 ist leider noch nicht erreicht. Reklame im eigenen Bekanntenkreis.

Wanderkarte

Danke an den Verkehrsverein, Herr Höfliger und Vreny und Franz Stössel. Dank dem Einsatz von diesen Personen besteht jetzt eine Wanderkarte vom Bezirk Höfe. Wo alle Wanderwege um und zum Rossberg ersichtlich sind. Für alle Interessenten werden diese aufgelegt.

Die Karte wird gratis abgegeben.

Fragen / Anregungen

Reto, wünscht nähere Auskunft über den Wirtewechsel

Forrer Urs; An der Vorstandssitzung vom 25.8.99 teilte uns das Wirtpaar mit, dass sie den Vertrag nicht mehr erneuern werden. Verschiedene Gründe haben das Wirtpaar dazu bewogen

Theater mit der Strasse; das ungelöste Wegrecht sowie das falsche Fahrverbot beim Areal Fuchs.
Zum Teil Unstimmigkeiten mit dem Vorstand, es hätten mehr bauliche Massnahmen, Renovationen im Restaurant gemacht werden sollen.
Kleinigkeiten wurden zum Teil vom Vorstand nicht eingehalten
Lange Präsenzzeit als Wirt

Der Vorstand wollte nie einen Wirtewechsel. Bei ungenügender Auskunft fragt bitte das Wirtpaar persönlich.

Ernst, falsches Fahrverbot etc. wir können den Namen schon nennen. Herr Fuchs soll in der Zeitung erscheinen.

Forrer Urs; Der Vorstand möchte kein böses Blut. Die Strasse ist die Zukunft, auch wenn Herr Fuchs uns Steine in den Weg legt.

Irma; Kostet das Wegrecht einmalig Fr. 3'000.—

Forrer Urs; Aus der Sicht der Korporation besteht ein Wegrecht. Schindellegi, Riedbödeli, Sternen, Reservoir. Doch dieser Weg ist für alle unzumutbar. Ein Wegrecht über das Areal Fuchs sollte eigentlich vorhanden sein. Es besteht bereits ein ganzer Ordner mit diversen Schriftstücken. Nach der Durchsicht eines Leihen weiss man soviel wie gar nichts.

Wir die Genossenschaft möchte nicht vor Gericht. Erstens ist es zu teuer und zweitens wollen wir dies in Frieden lösen.

Deshalb möchten wir dieses Wegrecht mit einem einmaligen Betrag von Fr. 3’000— kaufen und uns an einem jährlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 600.— beteiligen.

Herr Hauser, wird dieses Wegrecht im Grundbuch eingetragen.

Forrer Urs; Dieses Wegrecht wird Notariell beglaubigt und das alte wird nicht gelöscht.

Reto, Eintrag im Grundbuch mit Fahrverbot ja oder nein?

Forrer Urs, Die Beschilderung sollte nicht geändert werden. Alle Anwohner sind vom Fahrverbot ausgeschlossen ebenso deren Besucher. Alle Leute vom Gasthaus sind Besucher.

Das Fahrverbot kann aber nicht aufgehoben werden, sonst müsste die Korporation die Subventionen zurückbezahlen.

Ideal wäre ein Schönwetter Fahrverbot. Beim schlechtem Wetter stört es niemanden wenn ein Gast mit dem Auto den Rossberg besucht. Bei schönen Wetter geniessen alle Wanderer die autofreie Strasse.

Huber Turi, ich bin erfreut über den Entscheid des Wegrechtkaufes. Für die Strasse muss eine Lösung gefunden werden. Die Korporation hat noch nie das Fahrverbot kontrolliert und wird dies bestimmt auch in Zukunft nicht machen.

Forrer Urs bedankt sich beim Wirtepaar für das feine und günstige Nachessen, welches von der Firma Leuthold offeriert wurde.

Die Generalversammlung bedankt sich beim Wirtepaar mit einem kräftigen Applaus.

Den Apero offerierte die Genossenschaft.

Besten Dank an die Musik, Trio Dieschtig Musig vom St. Meinrad.

Ich wünsche allen ein schönes Jahr 2000 und bis zur nächsten GV.

Um 21.20 Uhr schliesst Forrer Urs die 6. ordentliche Generalversammlung

Galgenen, 15. Juli 2000

Die Aktuarin
Annemarie Horat